Dienstag, 31. Juli 2012
Maskengesichter
Die Sonne blendet mich und der Sand unter mir wird langsam unerträglich heiss.
Von Minute zu Minute erdrückt mich die Hitze mehr.
Vor mir brechen Wellen, in mir bricht Gedanke für Gedanke.
Ich werde ein Schaf der Herde und gehe dem Wasser entlang wie es 100 andere tun.
Jetzt blendet es nicht mehr und ich kann in jedes einzelne Gesicht blicken.
Mütter mit schreienden Kindern lächeln entschuldigend, Väter halten aufsicht und die Alten mustern ihr Umfeld ausdruckslos.

Wir sind alle gleich, sitzen im gleichen Boot und müssen lernen gemeinsam zu rudern.
Was ist der Grund mit gesenkten Kopf zu gehen und den Boden anzuschauen.
Warum verziehen wir das Gesicht bei Verhalten welche wir nicht verstehen, statt nachzufragen
Sie alle strahlen Gleichgültigkeit aus, Maskengesichter.
Die Ruhe und verschwiegenheit bringt mich noch um.
Scheinen für mich unerreichbar
Vielleicht weil sie Angst haben
was sie besitzen, zu verlieren
verletzt zu werden
vor neuen Wegen

Eins suchen wir alle, Sicherheit und Liebe
Warten auf eine schützende Hand und Wärme
Aber uns zu öffnen und dieses Gefühl ohne Bedenken zulassen und geniessen scheint den Meisten unmöglich
Wo bleibt der Glaube an das Gute der Menschheit?
Wir rennen aneinander vorbei as wäre das Leben ein Wettkampf.
Besitzen, erreichen, können
Streben nach Schönheit und Macht
Enttäuschung macht sich in mir breit, der Wind weht kälter.
Das einzige was ich mir Wünsche, ist jmd. Der meine Achtung schätzt und mir ein bisschen Liebe zeigt.

Wir stehen unter Zeitdruck haben aber trotzdem unser Leben lang Zeit
Ich versuche den Sinn des Lebens zu finden, scheitere aber bei jedem Versuch.
Es ist nicht so, dass ich mein Leben nicht mag.
Aber es bereit mir genug Gelegenheiten den Kopf zu schütteln

Ich liebe & lebe
versuche zu verstehen und versuche die Menschen dieser Welt nicht als Fremde zu sehen, sondern als Mitmenschen.
Ich liebe diese Momente, wenn mal gemeinsam Lachen kann, ohne je zuvor ein Wort gewechselt zu haben. Einen Moment lang verbundenheit zu spüren.
Einfach die Normen vergessen und verdammt nochmal mit dem Herzen Leben.
Mit einem Lächeln durch die Welt gehen und sich über die Sonnenstrahlen freuen.
Schon mal daran gedacht wie viel ein fremdes Lächeln bedeuten kann?
Wir müssen uns mehr öffnen.
Uns an der Hand halten und gemeinsam vorwärts gehen.
Es braucht kein Ziel vor Augen, nur das Wissen nicht allein zu sein.
Liebe zeigen, ungewiss ob es zurück kommt oder überhaupt wahrgenommen wird.
Vertrauen haben und springen, obwohl wir nicht wissen wie tief das Wasser in jedem ist.

Das Wasser zieht sich zurück und der Strand wird allmählich leer.
Phil Collins in meinen Ohren perfektioniert die Melancholie

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