Freitag, 2. August 2013
Zwischenflug
Langsam angekommen
Hab zwar nie gross gestartet - aber jetzt bin ich da.
Da wo man eben landet, wenn man unter netten Leuten war, einiges getrunken hat und böse Dinge genommen hat. Die bösen Dinger die ich eigentlich -und ich bin ehrlich obwohls 4 Uhr Nachts ist - nur selten und mit Vosicht konsumiere.
Angekommen in meinem Bett mit Tee und Jogurt wegen des Hungers. Soweit in guten Zustand, wie ein Neuwagen auf Ebay, sogar fähig im dunklen Zimmerchen in diese kleine Tastatur zu hauen.

Hab viele Menschen gesehen, viele Worte gehört und nicht zu vergessen, die unterschiedlichsten Schweissgerüche in der Nase gehabt.
Und da kam noch ein zweites unangenehmes Gefühl mit vielen Worten im Gepäck. Dieses Gefühl, das eigentlich 40 jährige single Frauen haben so viel ich weiss. Oder mein Fisch, der mir gegenüber halbtot and der Wasseroberfläche treibt.

Das Beste zu versuchen, aber trotz aller empfangenen Herzlichkeit kein Gefühl der Ewigkeit zu spüren.

Und versuche ich einen Menschen besser kennen zu lernen, welcher das Potenzial zum Partner hätte, dann könnte ich ebenso Testperson für Pampers sein. Oder diese Kotz-säcke in den Airlines. Oder Analzäpfchen.

Geb ich zu viel? Hab ich Angst vor Nähe?
Erwarte ich sie ohne davon zu sprechen? Dabei ist ein Highway in meinem Kopf.
Sache ist - ich scheiss mir in die Hos. Setz mir einen unbeschreiblichen Druck den Diamanten für meinen Ring zu finden.
Wie wenn mann 100 kleine Diamanten sehen würde, aber das Gefühl hat, dass keiner all dieser passsen kann.
Zu gross, zu alt, zu eckig, zu krumm, zu leicht, zu glatt, zu kratzig, zu weich.

Aber ich will nicht vom eigentlichen Gefühl abschweifen. Es ist viel mehr dieses, das man fühlt, wenn man mehr braucht als sagt.
Festes in der Hand will, aberdas einzige was man hält die Zigarette ist.
Sich frat wo man eigentlich Zuhause ist.
Zeit Ziel Arbeit. Meins Deins, euers.
Den eigentlich netten Abend als miserabel und leer abgestempelt.
Auf ein neues Stempelkissen.

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Dienstag, 31. Juli 2012
Maskengesichter
Die Sonne blendet mich und der Sand unter mir wird langsam unerträglich heiss.
Von Minute zu Minute erdrückt mich die Hitze mehr.
Vor mir brechen Wellen, in mir bricht Gedanke für Gedanke.
Ich werde ein Schaf der Herde und gehe dem Wasser entlang wie es 100 andere tun.
Jetzt blendet es nicht mehr und ich kann in jedes einzelne Gesicht blicken.
Mütter mit schreienden Kindern lächeln entschuldigend, Väter halten aufsicht und die Alten mustern ihr Umfeld ausdruckslos.

Wir sind alle gleich, sitzen im gleichen Boot und müssen lernen gemeinsam zu rudern.
Was ist der Grund mit gesenkten Kopf zu gehen und den Boden anzuschauen.
Warum verziehen wir das Gesicht bei Verhalten welche wir nicht verstehen, statt nachzufragen
Sie alle strahlen Gleichgültigkeit aus, Maskengesichter.
Die Ruhe und verschwiegenheit bringt mich noch um.
Scheinen für mich unerreichbar
Vielleicht weil sie Angst haben
was sie besitzen, zu verlieren
verletzt zu werden
vor neuen Wegen

Eins suchen wir alle, Sicherheit und Liebe
Warten auf eine schützende Hand und Wärme
Aber uns zu öffnen und dieses Gefühl ohne Bedenken zulassen und geniessen scheint den Meisten unmöglich
Wo bleibt der Glaube an das Gute der Menschheit?
Wir rennen aneinander vorbei as wäre das Leben ein Wettkampf.
Besitzen, erreichen, können
Streben nach Schönheit und Macht
Enttäuschung macht sich in mir breit, der Wind weht kälter.
Das einzige was ich mir Wünsche, ist jmd. Der meine Achtung schätzt und mir ein bisschen Liebe zeigt.

Wir stehen unter Zeitdruck haben aber trotzdem unser Leben lang Zeit
Ich versuche den Sinn des Lebens zu finden, scheitere aber bei jedem Versuch.
Es ist nicht so, dass ich mein Leben nicht mag.
Aber es bereit mir genug Gelegenheiten den Kopf zu schütteln

Ich liebe & lebe
versuche zu verstehen und versuche die Menschen dieser Welt nicht als Fremde zu sehen, sondern als Mitmenschen.
Ich liebe diese Momente, wenn mal gemeinsam Lachen kann, ohne je zuvor ein Wort gewechselt zu haben. Einen Moment lang verbundenheit zu spüren.
Einfach die Normen vergessen und verdammt nochmal mit dem Herzen Leben.
Mit einem Lächeln durch die Welt gehen und sich über die Sonnenstrahlen freuen.
Schon mal daran gedacht wie viel ein fremdes Lächeln bedeuten kann?
Wir müssen uns mehr öffnen.
Uns an der Hand halten und gemeinsam vorwärts gehen.
Es braucht kein Ziel vor Augen, nur das Wissen nicht allein zu sein.
Liebe zeigen, ungewiss ob es zurück kommt oder überhaupt wahrgenommen wird.
Vertrauen haben und springen, obwohl wir nicht wissen wie tief das Wasser in jedem ist.

Das Wasser zieht sich zurück und der Strand wird allmählich leer.
Phil Collins in meinen Ohren perfektioniert die Melancholie

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Montag, 5. März 2012
Fallin'


Bring mich irgendwo hin, wo Wasser und Luft ist
Ich will leben, soll rennen, muss reden

Ein vogel ohne orientierung – ohne Zeitgefühl und Landkarte
Wenn der Weg, den man geht, nur ein Kreis ist

Meine Flügel werden langsam müde und nichts kann mich jetzt mehr tragen
Meine Hände sind leer, mein Mund trocken
jeder Schritt allein, ist ein Schritt zu weit

Ich spür die Schwerkraft wieder
und sie zieht und übt ihre Macht auf mich aus.
Sie drückt mich nieder

Ich kann nicht mehr, brauch ein neues Gewehr
Sihouetten die geblieben sind, werden mehr und mehr
Alles fällt ins alte Muster zurück
Ich versuch mich zu zwingen, aber es wird mir nicht gelingen
Es ist nicht fair, der Druck wird mehr

Du verdeckst mir die Sicht - kreist mir im Kopf
graduell kreis ich mit - 360 Grad und s ist dir nicht genug.
Mach nur weiter, wir können nicht so sein.
Du verstehst was ich mein.

Wenn ich dir schreibe ist es ein unbeschreibliches Gefühl – etwa wie wenn ich meine letzte Zigarrette anzünde. Es bringt mich nicht weiter, erst recht macht es mich nicht klüger. Vielleicht bist du zu schnell gewachsen, Und ich hab zu langsam losgelassen.

Ich machte einen Atemzug und aus der Nacht in deinen Armen, wurde bereits Morgen
Einst dauerte eine Stunde knappe 2 Sekunden...
Ein Jahr ging rum wie eine halbe Woche..
Und die schönen Jahre mit dir scheinen jetzt als wärens nur Minuten gewesen.
Heute wünsch ich mir seit 100 Tagen dass es endlich nächste Woche ist.
Jetzt sitze ich seit einer Ewigkeit schon da und es ist noch keine Zeit vorbei.
Es gibt sie nicht. Sie ist mit mir eingefroren..
Meine Uhr, meine Wand - nicht meine Zeit

Ich will rennen
kein stein und kein Stock im weg
Räum sie weg, lass meine Strasse frei. Mach die Musik an, ich will im Takt mit ihr sein.
Werd mich von dir losreissen und frei sein. Davon fliegen – unabhängig sein.
Ich frage mich bloss, warum ich noch bleib.
Ich lass los
schlag auf die Wand ein, die mich noch aufhält.
Trete sie nieder und spuck auf sie.
Spring über den Graben, der mich noch aufhält.
Annuliere meine weisse Flagge, steh auf, mach den ersten Schritt.
Gradeaus in dein Gesicht mit dem letzten Tritt.
Ich scheiss jetzt auf die Angst.
Scheiss egal, wenn du mir nicht nachruftst, wenn ich mich von dir entferne.
Vielleicht erkennst du mich irgendwann wieder aus der Ferne.
Vielleicht weisst du dann wer ich einmal war – zu wem du mich damals gemacht hast.

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Sonntag, 19. Februar 2012
Von Strassen und Wegen
Gänsehaut vor Überwältigung
am Fenster holt mich die Kälte auf.
Ich überwältige mich selbst
Ich kann von hier aus bis zum Horizont blicken, dort wo die Erde den Himmel küsst.

Den Schwalben bei ihrer Reise zuschauen und wünschen, wieder einer von ihnen zu sein.
Wieder im Schwarm meiner Mitreisenden vom Gegenwind geschützt zu werden.
Limitlos und Zeitlos zu sein.
Nicht mehr so egoistisch und aufs Ziel gerichtet zu sein, wie ich es wurde.

Birds

Dem Wind zuhören und erfahren was er zu erzählen hat. Was er da draussen gesehen hat, als ich weg war.

Ich muss am Fenster bleiben – die grauen Wände spucken auf mich und lassen mich ersticken.
Die unberührten Wände, die eigentlich vor Farbe stahlen müssten,
die eigentlich die schönsten Geschichten erzählen sollten.
Beim Anblick dieser monotonen, nackten Wände frag ich mich,
wo ich eigentlich die letzten Monate verbracht habe.
Hier, bei euch war ich nicht.
Denn sonst würde mir jetzt nicht alles so fremd und kalt vorkommen.

Nach ihr,
nach meinen Fehlern..
konnte ich nicht mehr am Boden bleiben, denn hier gab es für mich zu wenig Luft um zu atmen. Der Verlust war zu gross, also nahm ich das Flugzeug.
Liess mich nach Oben bringen, weil ich gehört habe, dass es dort noch genug Luft gibt. Dort angekommen, lebte ich weiter...
Nichts ausser Wolken, aber keine war für mich geschaffen.
Keine würde mich, samt meiner Tasche voller Sorgen und Gedanken tragen können.
Ich fing an, meine eigenen Strassen zu bauen, da ich mich ohne nicht fortbewegen konnte.
Jede Strasse bekam deinen Namen, jedes Dach die Farbe deiner Augen.

Aber kein einziges Haus war für mich bestimmt.
Ich konnte jedes Haus bauen wie es mir passte, aber keines ging an mich, obwohl ich selbst der Achitekt war.
Wie ein Obdachloser, der einen Unterschlupf suchte, aber immer wieder bereits Bewohntes findet. Ich war wohl der schlechteste Architekt dieser Welt.

Ich bin Realitätsfern!
Losgerissen, jung, wild und scheisse.

Muss erst spüren, dann sehen.
Zum Schluss hören und reden. Vielleicht singen oder auch einfach schreien. REALITÄTSFERN MEINE LIEBEN.

Ich fing an, Löcher durch die Wolken zu buddeln, da alle Strassen zu dir führten.
Wie ein Gefangener, der flüchten möchte, aber immer wieder in seiner kleinen, engen Zelle landet. Unsanft und schmerzhaft auf dem steinigen Boden.

Die Wächter waren unsichtbar und leise.
Sie liessen mich flüchten und rennen. Ich war frei und glücklich.
Aber wenn ich abends mit einem Lächeln auf den Lippen einschlief, schlichen sie sich manchmal zu mir und holten mich zurück.

Zurück auf den Boden, wo die Realität statt fand.

Ich entschied mich für einen sehr kurzen Besuch.
Mein Weg war noch nicht gefunden..
Also setzte ich mich auf eine Schwalbe, deren Flügel noch nicht gebrochen waren, wie meine es waren.

Oben angekommen, erkannte ich meine Strassen wieder.
Sogar die gebuddelten Löcher waren noch da.
Alle meine Spuren.
Aber keine Wächter mehr.
Unsichtbar und Leise wie sie waren, sind sie wahrscheinlich fortgegangen.
Weit und breit nur ich und tausend Sterne,
von denen einer mein Weg sein sollte.

Ich bin auf der Suche nach einem Raum.
Einem neuen, unbeührten Raum, voller Ecken und Kanten.
Einen mit weissen Wänden und Fenstern an der Decken - Türen am Boden.
Will die Pinsel in die Hand nehmen, die Farben selbst mischen.

Einen Raum voller Schwerelosigkeit..
Meine Gedanken ohne Gewicht und Auswirkung

Aber den gibts nicht. Vergisst es meine Lieben.
Jedes Flugzeug muss irgendwann wieder landen.
Jeder Vogel wird irgendwann müde und muss sich einen Baum suchen.
Jede Wolke löst sich irgendwann auf.

Es kommt mir vor, als hättest du meinen klaren Verstand mitgenommen, als du gegangen bist. Als hättest du meine Menschlichkeit und Bodenständigkeit durch Egoismus und Gleichgültigkeit getauscht.

Bin durchs Leben gerannt, als gäbs kein Morgen - Kein Halt und Stop
Hab stets die Autobahn genommen, bin schneller gefahren als jede Uhr.
Ich brauchte nicht zu tanken, war limitlos.
Musste beweisen, dass ich auch ohne dich alles erreichen konnte..
obwohl ich doch eigentlich nur dich erreichen wollte..

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Meine Stadt


Wenn Flügel brechen
deren Struktur immer so stark schien
deren Flügelschläge immer so kräftig und unschlagbar waren

Wenn Flügel brechen, zerplatzen Träume.
Träume die kurz vor dem Fall so nah waren.
Aber jetzt mit jeder Sekunde weiter entfernt scheinen.

Man fällt und nicht die grösste Wolke kann dich auffangen.

Wenn Flügel brechen, spürst du plötzlich wieder die Ketten an deinen Füssen. Siehst wie gebunden und eingeschränkt du eigentllich bist und bleibst.

Wenn Flügel brechen, stürzt alles ein.

Die kleine, bunte Stadt - die man sich aufgebaut hat.
Monate und Jahre lang

Sogar das kleinste Häuschen Selbstvertrauen zerfällt wieder in 1000 Backsteine.

Kein Haus dieser Stadt besitzt mehr ein Dach.
Die Sicherheit ist hast du mitgenommen als du fort gingst..

Jeder Fluss da unten, der beim Fliegen noch so schön glänzte, ist jetzt zugefroren.

Die Fischer sind fortgegangen. Irgendwohin, wo noch alles lebt und sich bewegt
Irgendwohin wo alles in seiner Fülle lebt und nicht so verlassen und leer ist wie hier

Keine Bäume stehen mehr senkrecht, sie haben alle Blätter verloren. Ihre Wurzeln, die einst so tief waren, liegen jetzt gezeichnet von Wunden und Narben unter dem Laub und suchen nach Luft

Die Vögel zwitschern schon lange nicht mehr auf ihnen. Sie sind los geflogen um einen Ort zu finden, an dem es wärmer ist als hier. Um dort ihre Nester wieder aufzubauen und von vorne zu beginnen. Irgendwo, wo die Blüten und Blätter wieder den gewohnten Schutzt bieten.

Alle romantischen Lichter dieser Stadt sind jetzt erloschen.

Meiner Stadt..
Ich kann dir nicht sagen wie sie heisst, oder wo sie liegt.
Aber s war vor einiger Zeit ein wunderschöner Ort.

Vielleicht liegt sie gerade in ihren Winterschlaf und blüht im Frühling wieder zu voller Pracht auf. Vielleicht existiert sie bis dahin aber auch gar nicht mehr. Wie Flügel, die mal stärker waren als alles andere..

Niemand kann sagen, warum meine Flügel gebrochen sind
Vielleicht war der Gegenwind der Zeit zu stark..

Einst so zuversichtlich in die Augen der Zeit geschaut.
Keine Sekunde und Minute gescheut, denn es gab sie nicht. Sie mit offenen Armen empfangen und ihre unberechenbarkeit geschätzt.
Die Uhr so gestellt wie wir es wollten.
Die Nacht zum Tag gemacht und die Minute in tausend Stunden.
Konnten in einer Nacht bis zu den Sternen fliegen und morgens zurück kommen. Von Wolke zu Wolke springen und schwerelos sein..
Wir rissen und fielen

Dieser Tiefflug wird begleitet von meiner eigenen Symphonie, geprägt von meinen Gedanken und geführt vom Schicksal.

Die Musik Wird sich irgendwann verändern.
Künstler meiner Stadt beginnen mit einem Pinsel und einer weissen Leinwand ein Kunstwerk zu erschaffen. Sie werden Berge und Menschen bewegen. Sie werden alles wieder aufbauen - nicht mit altem, sondern mit neuem, festem Zement.

Und wenn dann alles wieder steht, wirst du merken, nichts wird wieder sein wie es einmal war.

Und das einzige was jetzt geblieben ist, ist leere.

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